Erinnerung

Glockenspiele im Wind.

Nichts ist leichter als ein zarter Klang,

getragen von einem Sommerhauch.

Durch die Blätter,

durch unzählige Blumenwiesen, welchen er mit seiner Schöhnheit nichts nachsteht,

drängt er sich immer weiter vor.

Allmählich, zart und fast verklungen dringt er an mein Ohr.

Eine tiefe liegt in diesen letzten Tönen der Sommerszeit.

Ich bin Nummer 580

Eine verruchte Liebe

zu

Wörtern.

Skandalös –

wenn man heutzutage seine Liebschaften preisgibt.

Noch dazu so offen.

Wie kannst du nur ?

Du Illusionist –

Erkennst du denn nicht

das diese Liebe einseitig ist?

Das sie dich nie so lieben wird,

nie kann,

aber ich seh – du hast dich verirrt,

du wirst alleine enden!

Oh du armes Mädchen. Nichts wird dein Elend abwenden.

Hör meine Worte und erinnere dich daran.

Wenn du veträumt taumelnd durch die Straßen ziehst,

aber sei sicher das die Realität dich fängt.

Bis sich der Kreis immer enger um dich schließt.

Das was du da betreibst hat noch jeden eingeholt.

Siehst du es nicht ein?

Wirst du denn nicht gestehen?

Mit deiner Liebe?

Du kannst nicht gewinnen du wirst nur unter gehen.

Eine Verzweifelte,

ertrinkend im Liebestaumel,

Begierde ist es die den Wahn nährt.

Der Wahn ist es,

der dir dein Ende beschert.

Hör auf meine Worte –

Öffne der Leidenschaft nicht deine Pforte!

Bleib im beschaulichen Leben,

ein Dach ein Heim und Familie, das ist doch das Ziel!

Was kann sie dir den groß geben?

Sie nimmt und nimmt und gibt dir nicht viel.

Du wirst brennen,

brennen, brennen und verglühen.

Wie ein Stern der für glorreiche Sekunden liebt,

ist es das –

was deine sündige Liebe dir gibt?

Du Frevler,

du Weltenfremde,

mit dem Kopf im Himmel, du Lügner

du dummer dummer Thor !

Dein Streben ist zum scheitern verurteilt, mach dir nichts vor.

Du wirst verenden,

einsam,

allein.

Mit leeren Magen und glühenden Worten auf den Lippen

wirst du

in kalter Erde begraben sein.

Schneeflocken

Das Sanfteste, Reinste, was wir je erfahren werden ist die zarte Kälte einer Schneeflocke.

Jeder der etwas anderes sagt, hat noch nie

geliebt, gelitten, gelogen,

geschrien, gestritten, betrogen.

Der wurde noch nie gefragt, gefunden, geachtet,

gefeuert, geschunden, betrachtet.

Der kannte keine, geliebten, gekränkten, gebetenen,

gebrochenen, geschenkten, betretenen,

Erinnerungen an ein echtes Leben.

Etwas so reines und sanftes, wie eine Schneeflocke wird es

nie wieder

geben.

Augenblicke

Ich kenne dich nicht.
Ich hab dich noch nie gesehen.
Ich habe dir noch nie in die Augen geblickt.
Ich weis nicht um den Klang deiner Stimme und deines Lachens.
Aber ich bin hier.
Ich bin hier und blicke zu dir.
Ich sehe dich jetzt – ich sehe die Blicke.
Die Blicke die sie jetzt zu dir schleudern.
Der Sohn.
Der Bruder.
Der Liebhaber.
Der Ehemann.
Der Vater.
Der Großvater.

Der Freund.
Der Weise.
Der Bekannte.
Der Verstorbene.

Ich sehe in jedem Blick ein Fragment deines Selbst.
Einer davon ist meiner.

Ich werde dich nie kennenlernen.
Ich werde dich nie ansehen können.
Ich werde dir nie in deine Augen blicken dürfen.
Ich werde dich nie treffen.

Aber ich sehe dein Leben.
Dein Leben in tausend Blicken,
geboren in tausend Momenten,
geborgen in tausend Erinnerungen.
Dein Leben in tausend Herzen.

Und auch wenn ich dich nicht kenne,
kenne ich deine Geschichte.
Auch wenn ich dich nie sehen werde,
spiegelst du dich in den Augen der anderen vor mir.
Auch wenn du nun fort bist –
lebst du –
in den Augen,
in den Blicken jener,
die für dich die Geschichte weitertragen.

Neuheit

Schon wieder ein Schwall von Wörtern – yeah!
Ich kann förmlich spüren wie eure Augen sich gierig auf die fremden Wörter schmeißen.
Schämt euch was – fragt wenigstens vorher.
Wenn ihr schon meine in Gedanken gekleideten Sätze so schamlos nackt auszieht, dann bitte höflich!
Also wirklich.
Ein bisschen mehr Respekt!
Keine Moral diese Leute heutzutage, alle so geil auf neue Information, keine Manieren mehr…
Ich drifte ab,
was wollte ich eigentlich schreiben?
Naja egal…
Irgendwas spannendes…
Aber das hier soll nicht nur euch Spaß machen – ich brauch ja auch irgendeinen Antrieb.
Es ist außerdem wirklich schwer sich etwas neues einfallen zu lassen, wenn die Nachbarn durch die Papierdünnen Wände plerren und die Nachrichten wiedermal überlaufen werden von Trumpeltieren.
Da kann doch keiner mehr klar denken.
Ach lassen wir das –
es muss doch irgend eine Idee geben die ich auf die schnelle übernehmen kann.
Halt!
Stopp!
Warum etwas neues..
Klauen wir doch was altes!
Irgendwer meinte doch einmal, dass wir nichts neues erschaffen können – nur anders anordnen.
Anders anordnen?
Das kann ich, bitte, nichts leichter als das.

Na dann los geht’s.
Beginnen wir also mit etwas anderem…
Wie wärs mit dem Ende, der Moral, der Hauptaussage des Textes, dass macht was her.
Also bitte, der Kern dieses Textes:
Wir Leben zu wenig.
BAM
Mega erleuchtend nicht wahr? Dachte ich mir auch.
Als ob das nicht schon an jedem zweiten „Mindfullness-Ratgeber“ obenklebt, gleich nach den Achtsamkeitskapiteln dürfte diese Weisheit zu finden sein.
Kauft doch so ein Buch, seht nach.
Ich versichere euch das dies die Erkenntnis des Jahres 2018, nein was rede ich, des ganzen 21. Jahrhunderts wird.
Mit Lebensverbesserungsvorschläge verkauft sich alles besser.
Ein Beispiel:
Esst gesünder!
Hört sich doch nicht wirklich modern an.
So kauft einem das niemand ab, dass muss noch geschönter beschrieben werden.
Essen Sie ausgeglichen, stellen Sie sich vor Sie tauschen mit allen Lebewesen die Energie wenn Sie diese Essen – wir sind immerhin alle nur Energie – deshalb, für ein ausgeglichenes Chi ist es wichtig, dass Sie möglichst vielfältige Energien zu sich nehmen.
Evóila, ist doch gleich viel peppiger.
Was fangen wir also mit diesem Stück Lebensweisheit an?
Nun zu aller erst,
mal gar nichts.
Hab ich nicht recht?
Diese Weisheiten hören sich zwar schöner an, aber das Endresultat bleibt das gleiche.
Wir schreiben sie auf kleine gelbe Zettel, kleben sie uns an die Wand, sagen sie jeden Morgen brav auf und vor dem schlafen gehen und haben sofort ein besseres Gewissen.
Jaja – wir bemühen uns schon klar.
Genauso wie wir uns um die Umwelt kümmern und um die Gleichstellung der Geschlechter…
Jaja – wir bemühen uns.
Irgendwie will man doch alles gleichzeitig machen – die Welt verbessern, andere verbessern, sich selbst verbessern, am besten aber doch die anderen, die habens ja nötig…
Doch der Kern einer Lebensweisheit, ist nicht das aufsagen.
Nicht das wiederholen und einprägen,
verdammt,
nicht mal das verinnerlichen hilft wirklich.

Ich sag euch jetzt mal was, wir haben da was gänzlich falsch verstanden.
Marketingfehler würde ich sagen.
Eine Lebensweisheit ohne Umsetzung bleibt eine Weisheit.
Sowas wie; wenn die Tiere sich hinlegen wird es Regnen, oder nach zwei Bieren bloß keinen Wein mehr, so von der Sorte.
Aber, wenn der seltene Fall eintreten sollte, dass wir uns diese Weisheit zum 10ten mal zu Herzen nehmen und dann auch noch wirklich umsetzen,
dann meine Freunde,
aber nur dann kann sich etwas Lebensweisheit schimpfen.
Im Leben umgesetzt, erprobt und angewendet.
Eine wahre Lebens-Weisheit eben.
Doch gegen das Anwenden von neuen Dingen,
gegen das Umsetzen von Veränderung und neuen Erfahrungen ,
haben wir anscheinend grundsätzlich etwas,
nicht?
Naja, sagt ja auch keiner das es einfach wäre.
Der Knackpunkt an dem Ganzen – wir denken zu viel.
Wir theoretisieren, erstellen Konzepte lesen Bücher, machen Pläne und Diagramme und Lebensversicherungen. (Schreiben Texte darüber…)
Aber sein wir mal ehrlich –
wer außer mir, kann mir den versichern das ich Lebe?
Man verzeihe mir das schlechte Wortspiel – ich war mal so kühn – denn ich denke nicht mehr weiter nur nach.

Seid einfach mal praktisch und macht´s einfach.
Fangt gleich damit an,
indem ihr die Hauptaussage dieses Textes, (weiter oben, erinnert euch ) befolgt und aufhört zu lesen.
Ich mache es euch auch vor.
Bye.

Zu gefallen

Mir ist etwas zu gefallen.

Einfach in die Hände.

Noch vermag ich

nicht

zu sagen was es ist,

wird,

oder war.

Ich warte auf eine Wende,

ein Ereignis, das Ende aller Dinge gar.

Da beginnt es zu strahlen, mir zu gefallen, der Mond könnt nicht heller sein.

Dennoch vermag ich

nicht

zu sagen was es ist,

wird,

oder war.

Es hat mich verwirrt.

Ist alles zugleich,

klein und groß,

spitz, grob und weich.

Mein Blick scheint davon abzugleiten, jedes Mal wenn ich es seh.

Mir,

mir ist etwas zu gefallen.

Einfach in die Hände.

Mir,

die ich hier mit dem Zufall steh.