Stille Zeilen

Ein Platz,

an den meine Gedanken wandern,

wenn sich alles in mir verliert.

Wie ein leuchtender Streif am Himmel,

ein Feuerball der sich in dunklen Stunden verläuft.

Verlorene Gedanken und verstummte Sätze,

auf einem brennenden Blatt Papier.

Aufgefressen vom Feuer,

verzehrt sich der Wortlaut,

verdreht sich der Sinn,

schreiend in der Glut,

schweigen Gedanken vor sich hin.

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Aus#2

Aus#2 – Ruhiger Atem grüßt den neuen Tag, klärt die Sicht.

Wir träumen am Boden bis uns die Nacht in unseren Augen ruhe verspricht.

Zu weiten Feldern grün getauft,

das Wissen von gestern ist es

das die wachen Gedanken verbraucht.

An#2

An #2 – Nächtliches wachen in grünen Licht.

Wir wandern auf Gedanken bis der der Himmel aufbricht.

Durch enge Gassen in rot getaucht,

die Ahnung des nächsten Tages ist es die müden Herzen Leben einhaucht.

Aus

Aus – Wie törichte Kinder winden wir uns am Boden irr,

wie tief gesunken obwohl man es kommen sah,

wie ein Wurm der vor dem Vogelschnabel erschrickt.

Alles muss sich in endlicher Geduld üben,

wenn abtrünnige Gedanken uns auf Abwege leiten.

Nichts kann uns von unserem tief emporheben,

der Kopf voller Sorgen.

An

An – Wie die Könige der Lüfte segeln wir,

wie hoch geflogen und doch so nah,

wie bestaunend man das neue Königreich erblickt.

Nichts könnte diesen Moment trüben,

wenn wir über unserem Himmel hinaus gleiten.

Nichts kann uns von unserem hoch herab holen,

der Kopf in den Wolken

Tausend Scherben -Ein Tatsachenbericht

Der folgende Text heißt tausend Scherben.
Es ist ein Tatsachenbericht von einem betroffenen Spiegel der unter Schlimmsten Arbeitsbedingungen hausen musste.
Seine Angehörigen wollten das er unbenannt bleibt.
Do steh i jetzt wieder. Alloa, voller Staub und wen ma in mi eini chaut siagt ma nix ondas außer deg und leere.
I hätt die Stö nie onehma soin.
Was hob ich mia ah dabei docht:
Gemütliche arbeit mit wenig aufwand – einzige voraussetzung:  Gut Lügen können.
Na echt nd – i hätt die stö bei germanys next top puppn nemma soin – des war wenigstns intresant gwesen.
D´mama hod eh imma scho gsogt – bua, du bist fia besseres bstimmt.
Recht hots ghobt.
(klack klack klack) Oh shit.
Jetzt her is scho wies wieder kummt mit ihre schiachn Lackstöckln. Wos denkt sie sie eigentlich dabei, mit dem wird’s sicher ned die nächste Shppingqueen.
„Spieglein Spieglein….“ Oida ned scho wieder, immer da söbe scheiß. Soi i ihr heite endlich moi die Wohrheit sogn? Dass sie scho long a Gsichtsgullasch is. Und glaubts mas, de würd keiner mehr vernaschen. Na i riskiers lieber ned sonst hauts mi ausm Fenster und i zerbrich, obwoi, eigentlich hod mei Leben eh kann Sinn mehr. Immer sog i nur den n sotz. Tog ein tog aus.
Mei oanzige Konversationspoatnerin is sprichwörtlich a oide Hex. Ma wenn des schneewitchen moi obi kammat – de war ah echta fega.
„Frau Königin, ihr seid die Schönste hier.“ So jetzt hob is wieder hinter mir.
Jetzt bin wieder alla und ko über mei trostloses Leben nnochdenkn. Owa wos duads jetzt? Na, na i glaubs ned. Wos suacht sie do? Naaaa es is ihr Makeup Tascherl. Jetzt spochtlts wieda ihr Gsicht zur und i muas ma des imma geben. Wie soi ma denn do ned depresiv werden. Ihr Mund reists auf wie a Elch in da Brunftzeit und ausa fein duads wie a doder Fisch in am frischen Sulingfassl. Ihre wimpern schaun scho fost so aus wie ihre Besenreißer auf de Fiaß. „Jo Jo genau a bissl Rusch doa ma a nu aufi- schaust eh scho aus wie die Puffoma ausn Rotlichtbezirk“! Host as jetzt endlich- ah gott sei donk. Jetzt pockts ihr Leopardentascherl zom und geh wieder de stiagn aufi. „Seufz“

 

3 Tage später

 

……jo und Mama i hob ma docht das die Oma mim Opa sein Radl in Boch gfoa is und er gsogt hod sie soid daham bleiben und ..“klack klack klack“ Shit mama i muas auflegn! Ok heite is da Tog kema – i konn so nimma weider Leben. Jetzt is die Zeit – jetzt wird’s ernst. I schoff des – sie is scho fost do.
I hob des scho so oft geübt –
mei hoibats leben hod mie die frau im keller koidn,
von wegn schwoches geschlecht… de is a berserka,
Ok jetzt stehts vor mir. „WÜRG“  …..SPIEGLEIN SPIEGLEIN…. I hob so long geübt und heid schoff is

„ DU BIST SCHIIIIIIRCH“ jo genau so nur hoid laut und ned in meine Gedanken sondern wirklich.

Ok vllt soll ichs a bissl netter formulieren ….Liebe Königin… na fix ned sooo ned. Ok jetzt muas i schnö doa sie frogt sie sicher scho wos heid los is mit mir.
„Frau Königin, ihr seid die schönste hier, aber Schneewittchen ist tausend Mal schöner als ihr.“
oi, wia schautsn jetzt drei –
Uh – ei des hots bitta troffen, di wiad jo gonz grea –
oh na, ds is ma jz wurscht,
i setz dem gonzen jz ah ende,
aus des woas jetzt
Auuussss.

Und hier endet der tragische Bericht des betroffenen.
Schlechte Arbeitsbedingungen sind kein erfundenes Märchen –
melden sie sich jetzt, beim AMSfM.
Dem Arbeitsmarktservice für Märchenfiguren.

Lückenfüller

Schande der andre wäre echt gut gewesen –
so von der biblisch guten Sorte,
nein, besser,  –
denn würde man freiwillig Sonntags in der Früh in der Kirche neben dem Pastor lesen,
selbst der hätte für den Text ein offenes Ohr
– und da kommen nicht mal kleine Kinder vor.

Denn dieser Text,
hätte nicht nur eine gute Geschichte – er hätte Geschichte geschrieben,
alle würden ihn lieben,
keiner wer mehr sitzen geblieben,
(das alles ist nur ein bischen untertrieben)
andre Poeten hätten heimlich mitgeschrieben (so wie ich beim Text davor…)
Aber man stelle sich das nur mal vor –
ich hätte euch den Text vorgestellt, hätte eure Welt erhellt,
ihr hättet euren Enkelkindern noch davon erzählt,
wie es mir gelang, mit nur einem Blatt Papier,
jetzt und hier,
die Welt – von ihrer größten Plage zu befreien –
Schlagerfans,
die nichts anderes machen als atemlos zu gröhlen und schrein,
sämtliche Fans auf einmal hätte ich nur mit meinen Anfangs Wörtern bekehrt
ihnen guten Geschmack  gelehrt,
sie würden ihrem Gabalier abschwören und kein einziges Mal mehr Hinterseer hören,
ja dieser Text bräuchte sogar Wahnschilder –
der würde Weltbilder zerstören.

Draußen würden Fans in Ohnmacht fallen und sofort wieder aufstehen
um sich die Show weiter anzusehen,
während eine Nadel leise sirrt, da ein Tätowierer leicht verwirrt, aber fasziniert simultan meine Wörter auf deren Haut kopiert
gratis
weil er es als Ehre versteht
wenn mein Wortlaut durch seine Hand – und Schmerzhafte Nadel – auf den nackten Körpern weiter besteht
NACKT
weil sie voller Ekstase, ihr versteht schon, Teenager in ihrer Gruppiesphase,
sich Texte von mir im DEEP WEB kaufen,
die da unter der Aufschrift laufen: „Vorsicht kann berauschen“,
die beginnen sie dann zu rauchen,
egal wie dicht man vorher war,
nach diesem Text ist man Dichter.

Die waren geistig so weit oben, dass sie vom Glauben abstand nahmen,
da sie zu der Ansicht kamen,
dass einer der in seiner Autobiographie von Einhörnern erzählt,
die Menschheit mit Donald Trump quält
und viel Schlimmer noch mit Voll-Idioten
die tatsächlich für ihn voten,
nicht ganz dicht ist.

So wurde dann,
ganz vom glauben an,
ein erfundenes Buch und einem Schizophrenen im Himmel
sich abgekehrt.
Sie gründeten die Sekte der Dichter, die natürlich nur den „einen“,
meinen Text verehrt –
bald darauf hätten sie den Text in der Schule gelehrt,
Religionsunterricht ?
Gestrichen, wäre einem Dichterkurs gewichen,
weil dieser Text schlichtweg in fünf Minuten mehr Akzeptanz predigte,
als die Kirche in den letzten fünfhundert Jahren erledigte,
Pardon – natürlich akzeptierte die Kirche ganz besondere Formen der Sexualität,
aber bis man das bemerkte war es leider schon zu spät.
Selbst in Amerika schlug der Text wie eine Atombombendrohung ein,
sogar Trump ließ sein obligatorischen Fake News tweet einmal sein,
und beschloss sich als Internettroll zur ruhe zu setzen,
etwas weiter südlich gemütlich gegen ordentlichen Journalismus zu hetzen.
Unsagbare Konsequenzen hatte der Text auch für Nordorea –
Kim Jong Un war plötzlich nicht mehr da – verschwunden;
er hinterließ nur eine Notiz;
„Will mit meinem Schatz Putin die Welt auf einem Bär umrunden.“

Die Tage der dümmsten mächtigsten der Welt,
waren nun dank dieses tollen Textes alle gezählt,
alle stiegen sie in die EU ein und ließen den Krieg einfach sein.

Die Menschheit hätte verstanden das Zusammenleben auch zusammen geben meint –
und man sich die perfekte Zukunft nicht einfach zusammenreimt.
Es wäre eine ganz andere Welt gewesen –
hätte –
ich doch nur den andren Text vorgelesen.